Charity
Gebt den Armen Milliarden...
Der Charity-Trend geht um die Welt. Wer hat, der gibt und das trifft nicht nur auf Privatpersonen zu! Mit einem Grundkapital in Höhe von 35 Milliarden Dollar ist die Bill & Melinda Gates-Foundation, an den Einlagen gemessen, die mit Abstand größte Privat-Stiftung der Welt. Seit dem Spendenaufruf an wohlhabende Amerikaner durch Gates und Buffet ging ein Ruck durchs Land. Gespendet wurde immer. Aber wie gewohnt machen die Amerikaner ein Superlativ daraus und spenden in Milliardenhöhe, es gehört nun zum guten Ton. Natürlich ist die Presse immer dabei und ein gewisser PR-Effekt läßt sich nicht wegdisskutieren. 1996 kündigte Buffet, immerhin der drittreichste Mann dieser Welt, an, 85 Prozent seiner Aktien an Stiftungen zu verschenken.
Seitdem erfolgen ratierliche Zahlungen in Milliardenhöhe an die Gates-Foundation. Beobachtet man die Forbes-Hitliste, dann finden sich unter den Top10-Spendern Unternehmen, denen man so viel Wohltätigkeit gar nicht zutraut. Zumindest nicht im Pessimistenland Deutschland. Trotz aller Unkenrufe, Microsoft-Anitpathien und Vorbehalte gegen die Pharma-Riesen. Der Charity-Trend hat die Welt erobert und Afrika scheint der auserkorene Kontinent zu sein, in das Geld fortan wie der Honig fließt.
Vergessen wir dabei das Elend im eigenen Land? Die vielen Obdachlosen in den westeuropäischen Ländern? Die vielen Heimkinder, die bei uns ohne Eltern aufwachsen? Die Armen direkt in der mittelbaren Nachbarschaft?
Starten Sie Ihr eigenes Projekt!
De la Rosa: „Ich persönlich habe auch meinen eigenen zeremoniellen Spendenstil entwickelt. Jedes Mail, wenn ich im Rolls Royce zum Einkaufen fahre, steht an der Eingangstür einer dieser Zeitungsverkäufer, die 50 % der Einnahmen für eine Zeitung erhalten. Sie kennen das! Ich parke direkt vor der Eingangstür, der Zeitungsverkäufer lächelt schon und öffnet mir respektvoll die Tür. Ich gebe ihm den Schlüssel und er paßt ganz alleine und eigenverantwortlich auf diesen Rolls Royce auf, als wäre es sein eigener. Nach dem Einkaufen öffent er mir die Tür, hilft mir beim Einladen, bringt den Einkaufswagen weg und ich gebe ihm 20, 30 €uro. Eine Zeitung kaufe ich ihm nicht ab, denn dann müßte er 50 Cent der Einnahmen an seinen Verlag abführen. Das Geld aus dem Einkaufswagen bleibt natürlich sein. Auch wenn Sie das dekadent finden, der Zeitungsverkäufer ist in diesem Moment der stolzeste Obdachlose der ganzen Stadt. Entwickeln Sie doch Ihr eigenes Spendenprogramm direkt vor der Haustür. Für kleine Gesten werden Sie oftmals ganz groß belohnt und wenn es nur mit einem Lächeln ist. Mit größeren Summen kann sich natürlich jeder am internationalen Spendenmarathon beteiligen.
Die Top-Spender in den USA in Prozent vom Umsatz:
Platz | Firma | Spendensumme in $ | Prozent vom Profit |
1. | Pfizer | 2,346,952,232 | 24.2% |
2. | Tyson Foods | 16,428,902 | 10.7% |
3. | Comcast | 406,817,471 | 10% |
4. | Abbott Laboratories | 584,110,381 | 10% |
5. | Oracle | 2,091,900,000 | 9.3% |
6. | Eli Lilly | 405,633,000 | 7.2% |
7. | Wells Fargo | 202,014,244 | 6.2% |
8. | Target | 187,623,743 | 5.3% |
9. | General Mills | 90,695,516 | 5.2% |
10. | Bristol-Myers Squibb | 283,589,693 | 5.2% |





